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Lungenpest-Verdacht in Sibirien: WHO bietet Hilfe an und fordert Informationen von Russland

Дата публикации: 07-10-2026 01:26:19

Starb eine junge Wissenschafterin in Sibirien an der Lungenpest? Die WHO bietet Russland Hilfe bei der Aufklärung an.

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Lungenpest-Verdacht in Sibirien: WHO bietet Hilfe an und fordert Informationen von Russland

Starb eine junge Wissenschafterin in Sibirien an der Lungenpest? Die WHO bietet Russland Hilfe bei der Aufklärung an.

07.10.2026, 03.26 Uhr

2 Leseminuten

Aktualisiert

Mitarbeiter des russischen Forschungsinstituts für Seuchenbekämpfung Irkutsk im Labor (Archivbild von 2019).

Mitarbeiter des russischen Forschungsinstituts für Seuchenbekämpfung Irkutsk im Labor (Archivbild von 2019).

AP

(dpa) Nach dem Tod der Mitarbeiterin eines Pest-Forschungszentrums in Sibirien dringen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die USA auf mehr Informationen aus Russland. Man habe um weitere Auskünfte gebeten, um die Ursache der schweren Lungenentzündung, den Erreger sowie Medienberichte über einen zweiten Mitarbeiter mit einer Lungenentzündung unbekannter Ursache zu klären, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X mit. US-Präsident Donald Trump kündigte unterdessen an, wegen des Falls mit Kremlchef Wladimir Putin telefonieren zu wollen. «Ich habe einen Termin für ein Telefonat», so Trump.

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Die 28 Jahre alte Wissenschafterin, die am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten arbeitete, starb am Freitag in einem Spital der Stadt Shelekhov bei Irkutsk. Nach Angaben der für Seuchenbekämpfung zuständigen russischen Behörde ist der Tod der Frau nicht auf einen Pesterreger zurückzuführen. Als Todesursache nannte sie eine «Lungenentzündung unbekannter Herkunft».

WHO fordert Aufklärung

Die WHO steht laut eigenen Angaben mit den russischen Gesundheitsbehörden in Kontakt und hat technische Unterstützung angeboten.

Ein zeitnaher, vollständiger und transparenter Informationsaustausch im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften sei unerlässlich, um widersprüchliche Berichte aufzuklären und eine genaue Einschätzung möglicher Risiken für die öffentliche Gesundheit zu ermöglichen. Laut ersten Medienberichten könnte es sich um Lungenpest nach einer angeblich versehentlichen Freisetzung des Erregers im Labor handeln. Laut russischen Behörden seien bei den Kontaktpersonen keine hochgefährlichen Erreger nachgewiesen worden und die medizinische Beobachtung aller identifizierten Kontaktpersonen sei abgeschlossen, schrieb der WHO-Chef.

Lungenpest ist eine schwere Form der durch das Bakterium Yersinia pestis verursachten Pest. Die Erkrankung ist mit Antibiotika behandelbar, wenn die Therapie früh beginnt. Die Pest kommt laut Robert Koch-Institut (RKI) noch in Ländern Afrikas, Amerikas und Asiens vor.

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