Starb eine junge Wissenschafterin in Sibirien an der Lungenpest? Die WHO bietet Russland Hilfe bei der Aufklärung an.
Starb eine junge Wissenschafterin in Sibirien an der Lungenpest? Die WHO bietet Russland Hilfe bei der Aufklärung an.
07.10.2026, 03.26 Uhr
2 Leseminuten

AP
(dpa) Nach dem Tod der Mitarbeiterin eines Pest-Forschungszentrums in Sibirien dringen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die USA auf mehr Informationen aus Russland. Man habe um weitere Auskünfte gebeten, um die Ursache der schweren Lungenentzündung, den Erreger sowie Medienberichte über einen zweiten Mitarbeiter mit einer Lungenentzündung unbekannter Ursache zu klären, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X mit. US-Präsident Donald Trump kündigte unterdessen an, wegen des Falls mit Kremlchef Wladimir Putin telefonieren zu wollen. «Ich habe einen Termin für ein Telefonat», so Trump.
NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.
Bitte passen Sie die Einstellungen an.
Die 28 Jahre alte Wissenschafterin, die am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten arbeitete, starb am Freitag in einem Spital der Stadt Shelekhov bei Irkutsk. Nach Angaben der für Seuchenbekämpfung zuständigen russischen Behörde ist der Tod der Frau nicht auf einen Pesterreger zurückzuführen. Als Todesursache nannte sie eine «Lungenentzündung unbekannter Herkunft».
WHO fordert AufklärungDie WHO steht laut eigenen Angaben mit den russischen Gesundheitsbehörden in Kontakt und hat technische Unterstützung angeboten.
Ein zeitnaher, vollständiger und transparenter Informationsaustausch im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften sei unerlässlich, um widersprüchliche Berichte aufzuklären und eine genaue Einschätzung möglicher Risiken für die öffentliche Gesundheit zu ermöglichen. Laut ersten Medienberichten könnte es sich um Lungenpest nach einer angeblich versehentlichen Freisetzung des Erregers im Labor handeln. Laut russischen Behörden seien bei den Kontaktpersonen keine hochgefährlichen Erreger nachgewiesen worden und die medizinische Beobachtung aller identifizierten Kontaktpersonen sei abgeschlossen, schrieb der WHO-Chef.
Lungenpest ist eine schwere Form der durch das Bakterium Yersinia pestis verursachten Pest. Die Erkrankung ist mit Antibiotika behandelbar, wenn die Therapie früh beginnt. Die Pest kommt laut Robert Koch-Institut (RKI) noch in Ländern Afrikas, Amerikas und Asiens vor.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | WHO questions Russia on reported second plague lab death | 0 | 6.57 | 07-10-2026 |
| 2 | Has plague returned to Siberia? Panic in Russia after death of lab worker | 0 | 8.4 | 04-10-2026 |
| 3 | Пескова попросили прокомментировать сообщения о чуме в России | 0 | 8.64 | 06-10-2026 |
| 4 | Россия оценила предложение США о помощи в связи со случаем пневмонии | 0 | 7.47 | 06-10-2026 |
| 5 | Песков: специалисты Роспотребнадзора занимаются ситуацией с инфекцией в Иркутской области | 0 | 10 | 05-10-2026 |
| 6 | США в шоке: Белый дом следит за «чумой» в России — грозит ли миру новая пандемия | 0 | 7.23 | 05-10-2026 |
| 7 | Трамп предложил России помощь США при возможной вспышке чумы | 0 | 5.29 | 06-10-2026 |
| 8 | Роспотребнадзор: Россия готова помочь США в борьбе со вспышками болезней | 0 | 6.79 | 06-10-2026 |
| 9 | Russia ready to help US combat outbreaks of infectious diseases — sanitary watchdog | 0 | 8.62 | 06-10-2026 |
| 10 | Россия готова помочь США в борьбе со вспышками инфекционных болезней | 0 | 10 | 06-10-2026 |