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Jürgen Klopp will „Nationalstolz nicht den falschen überlassen“

Дата публикации: 17-09-2026 09:57:00

Jürgen Klopp hat sich bei der Vorstellung des DFB-Kaders für die Nations League auch zu politischen Themen geäußert.

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Jürgen Klopp hat sich bei der Vorstellung des DFB-Kaders für die Nations League auch zu politischen Themen geäußert.

Der deutsche Fußball-Nationaltrainer sprach über die Bedeutung der deutschen Fahne, einen positiven Patriotismus und seinen Wunsch, den Nationalstolz „nicht den Falschen“ zu überlassen.

Auslöser seiner Gedanken waren nach Klopps Worten politische Entwicklungen der vergangenen Zeit. „Vor kurzem sind Dinge passiert. Es hat eine Wahl stattgefunden, die manche Leute wahrscheinlich okay fanden. Viele andere haben gedacht: Du lieber Himmel, was passiert denn da“, sagte Klopp.

Er wolle sich dabei vor allem aus der Perspektive eines Sportlers äußern. „Ich würde mir oder uns gerne die Fahne zurückholen, wenn ich ganz ehrlich bin“, erklärte der 58-Jährige. Die deutsche Flagge solle wieder selbstverständlich gezeigt werden können, ohne dass dies sofort politisch missverstanden werde.

„Ich möchte, dass, wenn man sie schwingt, dass niemand denkt: Was ist mit dir nicht in Ordnung? Sondern, dass man einfach nur das Gefühl hat: Ja, du bist happy und verstehst, dass du Glück hattest, dass du in diesem wundervollen Land geboren, aufgewachsen, zugezogen und wie auch immer, dass du hier lebst.“

Klopp spricht von „positivem Patriotismus“

Klopp zeigte sich zurückhaltend beim Wort Patriotismus. „Ich weiß nicht mal, ob man das Wort überhaupt so benutzen kann, darf. Da bin ich mir gar nicht sicher, ohne dass das falsch verstanden wird“, räumte er ein.

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Im Gespräch sei ihm schließlich die Bezeichnung „positiver Patriotismus“ genannt worden. Mit diesem Begriff könne er offenbar eher etwas anfangen: ein Bekenntnis zu Deutschland, das nicht gegen andere gerichtet ist, sondern Dankbarkeit und Verbundenheit ausdrücken soll.

„Ohne Spaß ist Fußball ein sehr unangenehmer Sport“

Klopp machte zugleich deutlich, dass politische Debatten für ihn nicht zum zentralen Bestandteil seiner Arbeit werden sollen. Er hoffe, „in Zukunft nicht zu häufig über politische Dinge sprechen zu müssen.“

Sein Fokus liege auf dem Fußball – und darauf, den Menschen wieder mehr Freude am Sport zu vermitteln. Denn gerade dieser Aspekt dürfe nicht verloren gehen:

„Ohne Spaß ist Fußball ein sehr unangenehmer Sport – brauchen wir nicht zu spielen, brauchen wir nicht zu gucken.“

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