Manchester City wird wegen Verstößen gegen Finanzregeln schuldig gesprochen. Der Geschäftsführer des Vereins, Ferran Soriano, weist jegliche Schuld zurück.
Manchester City wird wegen Verstößen gegen Finanzregeln schuldig gesprochen. Der Geschäftsführer des Vereins, Ferran Soriano, weist jegliche Schuld zurück.
Soriano spricht dabei von einer „Verschwörungstheorie der Premier League“ und ist davon überzeugt, dass es keine Sanktionen gegen den Verein geben wird. So könnte der zehnfache englische Meister „unwiderlegbare Beweise“ vorlegen, die die Unschuld des Klubs beweisen soll. Das behauptete der ManCity-Chef in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter.
„Der gesamte Fall der Premier League gegen uns basiert auf einer einzigen falschen Anschuldigung – nämlich der Behauptung, das Privatvermögen des Eigentümers sei auf geheime Weise über Sponsoren aus Abu Dhabi in den Verein geflossen. Das entspricht schlicht nicht der Wahrheit“, sagt Soriano laut dem Sport-Informations-Dienst (SID). Als Beweis für die Unschuld habe der Klub entsprechende Zeugenaussagen, Kontoauszüge und weitere Unterlagen.
Der Skandal um die Finanzen des Klubs ist einer der größten in der Geschichte des englischen Fußballs. Der Ex-Verein von Trainer Pep Guardiola muss nun mit schweren Sanktionen rechnen, zu denen ein massiver Punktabzug oder sogar der Ausschluss aus der Premier League gehören könnten.
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„Die Sanktionen dürfen nicht nur finanzieller Natur sein, sie müssen weit darüber hinausgehen. Wenn die Berufung des Klubs scheitert, kann City nicht in der Liga bleiben“, sagt David Bernstein, ehemaliger Vereinsvorsitzender von 1998 bis 2003, gegenüber der „BBC“.
Die Premier League hatte Man City im Februar 2023 nach mehrjährigen Ermittlungen angeklagt, die durch die Enthüllungen der „Football Leaks“ im „Spiegel“ ausgelöst worden waren.
Die Vorwürfe beziehen sich im Kern auf die Jahre 2009 bis 2018, in denen der Klub dreimal englischer Meister wurde. Sie reichen von falschen Angaben zu Finanzen und Sponsoringeinnahmen bis zu unvollständigen Informationen über Trainer- und Spielergehälter. Obendrein soll City bei der Aufklärung nicht ausreichend mit der Liga kooperiert haben.
Der Verein, der seit 2008 Scheich Mansour aus der Herrscherfamilie von Abu Dhabi gehört, wies die Vorwürfe immer wieder zurück. Ende September hatte zuerst das Portal „The Athletic“ über den Schuldspruch berichtet.
Es ist nicht das erste Mal, dass Man City bestraft wird. Schon 2020 hatte die Uefa City wegen Verstößen gegen das „Financial Fairplay“ für zwei Jahre von den europäischen Wettbewerben ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hob die Sperre auf und senkte die Geldstrafe von 30 auf 10 Millionen Euro.