Der Abgang von Ronaldo von der portugiesischen Nationalmannschaft sorgt weiter für Wirbel. Ein Vertrauter erhebt schwere Vorwürfe gegen den Nationaltrainer.
Der Abgang von Ronaldo aus dem Trainingslager der portugiesischen Nationalmannschaft sorgt weiter für Wirbel. Nun packt ein enger Vertrauter aus und erhebt schwere Vorwürfe gegen den Nationaltrainer.
Für den fünfmaligen Weltfußballer war das Verhalten seines Trainers nach einer Krisensitzung wohl zu viel und der Grund für seine Abreise. „Cristiano rastete aus, weil er sich verraten fühlt“, behauptet der spanische Journalist Edu Aguirre, ein enger Freund Ronaldos, in der TV-Sendung „El Chiringuito“.
Der Grund für den emotionalen Ausbruch und den anschließenden Blitz-Abgang: Nationaltrainer Jorge Jesus soll Ronaldo im privaten Gespräch eine öffentliche Entschuldigung versprochen, vor den Medien dann aber das genaue Gegenteil getan haben.
Wie Aguirre berichtet, hatte es am Dienstagabend vor der Eskalation noch ein klärendes Gespräch gegeben, nachdem Ronaldo gegen Norwegen nicht zum Einsatz kam. In dieser Runde habe sich der Coach noch einsichtig gezeigt: „Jorge Jesus entschuldigte sich bei Cristiano für die Missachtung, die er ihm entgegengebracht hatte, indem er ihn 30 Minuten lang aufwärmen ließ, anstatt ihn spielen zu lassen.“
Der Trainer soll Ronaldo dabei unter vier Augen zugesagt haben: „Hör zu, so war es, du verstehst mich, okay, ich habe die Situation nicht gut gemanagt, wir sitzen alle im selben Boot, es tut mir leid. Wenn es eine Pressekonferenz gibt, werde ich alles aufklären, mich entschuldigen, keine Sorge, alles wird gut, alles wird sich klären.“
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Von diesem Versprechen war wenig später nichts mehr zu spüren. „Er entschuldigte sich nicht nur unter vier Augen, sondern versprach ihm auch eine öffentliche Entschuldigung... Und dann geht er zwölf Stunden später zur Pressekonferenz und lässt Cristiano immer noch im Stich… Schlimmer noch, du spielst den Harten, behauptest, du hättest das Sagen und Cristiano sei nur ein Spieler unter vielen“, so Aguirre.
Vor den Journalisten wählte der 72-jährige Nationaltrainer tatsächlich eine unmissverständliche Härte und wies jegliche Kompromisse zurück:
„Ich kann versprechen, was ich will. Ich bin der Trainer. Ich habe dem Spieler gesagt, dass er nicht spielen wird. Ich setze ihn auf die Bank. Wenn ich ihn 30 Minuten brauche, spielt er, wenn nicht, dann nicht. Kein Spieler wird mich jemals umstimmen. Nicht er, nicht irgendjemand im Fußball. Nicht irgendein Präsident. Niemals, absolut niemand.“
Nach dieser öffentlichen Ansage zog Cristiano Ronaldo umgehend die Konsequenzen, packte seine Sachen und verließ das Team. Wie es für den Rekordtorschützen in der Nationalmannschaft unter Jorge Jesus weitergeht, ist nun völlig ungewiss.
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