Für Tommaso Giacomel lief das Biathlon-Jahr 2026 nicht nach Plan. Bei den Olympischen Winterspielen war er im Massenstart als Führender zusammengebrochen. Später wurde bei dem Italiener ein Herzfehler diagnostiziert, eine OP war in der Folge unausweichlich. Ob er im kommenden Winter fit genug ist, um mit der Weltspitze mitzuhalten, glaubt der Superstar kaum.

Tommaso Giacomel steht aktuell nur bei 60 Prozent seiner Leistungsfähigkeit
Foto: © IMAGO/Fotostand / Hettich
03. Oktober 2026, 13:12

sport.de
Für Tommaso Giacomel lief das Biathlon-Jahr 2026 nicht nach Plan. Bei den Olympischen Winterspielen war er im Massenstart als Führender zusammengebrochen. Später wurde bei dem Italiener ein Herzfehler diagnostiziert, eine OP war in der Folge unausweichlich. Ob er im kommenden Winter fit genug ist, um mit der Weltspitze mitzuhalten, glaubt der Superstar kaum.
"Es wird ein schwieriger Winter", legte sich Tommaso Giacomel mit Blick auf die anstehende Weltcup-Saison gegenüber "SportNews.bz" fest: "Die Zeit, die ich verloren habe, kann ich nicht aufholen. Ich weiß nicht, ob ich für den Weltcup gut genug bin." Zuletzt wurde der beste Biathlet Italiens von zwei schweren gesundheitlichen Problemen zurückgeworfen.
Bei den Olympischen Winterspielen war er im Massenstart als Führender zusammengebrochen. Später wurde bei Giacomel ein Herzfehler diagnostiziert, eine OP war in der Folge unausweichlich.
Im Juni folgte dann der nächste Rückschlag: Eine Schulterverletzung führte dazu, dass der 26-Jährige weite Teile des Trainings der Nationalmannschaft verpasste und nun einem großen Rückstand hinterherläuft.
Biathlon-Star vor "Schritt ins Ungewisse""Zunächst die Herz-OP, dann der Sturz. Es kam vieles, zu vieles zusammen", blickte Giacomel zurück und fuhr fort: "Plötzlich war da eine Leere. Ich war ungewohnt viel Zeit zu Hause, dort hatte ich zum Glück meine Freundin und meine Familie. Sie haben mir in der Zeit enorm geholfen. Aber ich bin ehrlich: Lieber hätte ich diese Zeit in der Loipe verbracht."
Der Biathlon-Weltcup legt am 26. November im finnischen Kontiolahti los. Nach dem Jahreswechsel kommt es für Giacomel zum Heimspiel in Antholz (14. bis 17. Januar). Saison-Highlight ist die Biathlon-Weltmeisterschaft in Estland (10. bis 21. Februar). Ob und wie viele Rennen er in der kommenden Saison bestreiten kann, scheint nach den jüngsten Aussagen des Superstars aber offen.
Große Erwartungen hat er jedenfalls nicht. "Ich habe brutal viel Training verpasst, mir fehlen zwei komplette Monate", sagte der vierfache WM-Medaillengewinner: "Das spielt sich im Kopf ab. Ich hatte gehofft, schnell zu alter Form zu finden. Doch ich musste einsehen, dass es unmöglich ist. Jetzt stehe ich bei 60 Prozent. Für mich wird die Saison ein Schritt ins Ungewisse."
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