Fast schon hübsch anzusehen ist der Feuerwurm, der einem farbigen Tausendfüßler ähnelt. Doch mit seinem Gift ist nicht zu spaßen.
Fast schon hübsch anzusehen ist der Feuerwurm, der einem farbigen Tausendfüßler ähnelt. Doch mit seinem Gift ist nicht zu spaßen.
Der Feuerwurm ist keine neue tierische Entdeckung, bereits vor mehr als 200 Jahren haben Forschende ihn im Meer wahrgenommen, wie das National Institute of Oceanography and Experimental Geophysics aus Triest, kurz OGS, mitteilt. Doch da hielt sich die Anzahl der zu findenden Lebewesen, die den Fachnamen Hermodice carunculata tragen, noch in Grenzen.
So umstritten der Klimawandel für einige Individuen ist, umso mehr macht er sich laut Wissenschaftlern auch darin bemerkbar, wie schnell sich der Feuerwurm aufeinmal ausbreitet. Bereits seit Jahren sind die Meerestemperaturen gestiegen und bieten damit eine gute Grundlage für die giftigen Meereswürmer, sich zu vermehren. Damit gefährden sie das Ökosystem, da sie sich unter anderem über Korallen hermachen.
Auch für den Menschen, und damit begeisterte Badeurlaubende an den italienischen Urlaubsküsten Siziliens, Kalabriens und Apuliens, stellen die Feuerwürmer eine Gefahr dar. Wer den Feuerwurm berührt, bekommt die tausenden von Borsten als Abwehrsystem zu spüren. Diese geben ein Gift ab, das nicht nur brennende Schmerzen, Entzündungen und Juckreiz hervorrufen kann, sondern auch dafür sorgt, dass sich Ödeme bilden. Bei manchen Betroffenen stellen sich Taubheitsgefühle ein.
Der Feuerwurm kann laut OGS 20 bis 30 Zentimeter lang werden und zeigt sich mittlerweile nicht nur im Wasser, sondern auch am Ufer. Gegen das Gift des Feuerwurms gibt es bislang kein wirkliches Gegengift.
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Da die Feuerwürmer zudem keine ernstzunehmenden Fressfeinde im Meer haben, können sie sich unbeschwert ausbreiten. Gleichzeitig machen sie sich als Fleischfresser über Meeresorganismen her.
Da die leicht zerbrechlichen Gift absondernden Borsten bis in die Haut derjenigen gelangen, die in Berührung mit dem Meereswurm kommen, gestaltet es sich schwierig, diese wieder zu entfernen.
Kommen Sie erst einmal mit den giftigen Borsten des Feuerwurms in Kontakt, sollten Sie diese nicht einfach in der Panik abrubbeln – dadurch besteht die Gefahr, dass die Borsten abbrechen oder Sie diese noch weiter unter die Haut stoßen. Noch dazu verteilen Sie im ungünstigen Fall das Gift größzügig auf Ihrer Haut. Auch sollten Sie nicht mit der bloßen Hand an der Wunde herumdoktern.
Als Tipp gilt, ein Klebeband auf die Borsten, aber nicht auf die Haut anzubringen, um die Stacheln damit vorsichtig herauszuziehen. Auch mit trockenen Fingern ist es möglich, einzelne Stacheln vorsichtig zu entfernen – allerdings dürfen Sie dann die Haut nicht mit den Fingern berühren.
Anschließend sollten Sie die Wunde desinfizieren, kühlen und im Idealfall mit Kortisonsalbe versorgen. Ein Arztbesuch ist ratsam, sofern Sie allergische Reaktionen wie Fieber und Schwindel zeigen.
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