Wer Räume unter 16 Grad auskühlen lässt, riskiert Feuchtigkeit und Schimmel – auch in einem selten genutzten Gästezimmer.
Morgens ist es plötzlich frisch, mittags zeigt das Thermometer fast noch Sommertemperaturen. Viele Berliner stellen sich deshalb gerade dieselbe Frage: Ist es schon Zeit, die Heizung wieder einzuschalten? Die Antwort: Nicht das Datum entscheidet, sondern die Temperatur in der Wohnung.
Ab wann Experten zum Heizen ratenWer morgens friert, sollte nicht automatisch die gesamte Wohnung auf Wohlfühltemperatur bringen. Entscheidend ist vielmehr, wie warm die Räume dauerhaft bleiben.
Als Orientierung gilt: Wohnräume sollten etwa 20 Grad erreichen. Fallen die Temperaturen in der Wohnung über längere Zeit deutlich darunter, ist es sinnvoll, die Heizung wieder in Betrieb zu nehmen. Zu langes Warten kann nämlich Folgen haben.
Viele wollen Heizkosten sparen und drehen die Heizung möglichst spät auf. Experten warnen aber davor, Zimmer komplett auskühlen zu lassen.
Sinkt die Raumtemperatur dauerhaft unter etwa 16 Grad, steigt das Risiko für Feuchtigkeit und Schimmelbildung. Das gilt besonders für wenig genutzte Räume, die oft geschlossen bleiben. Deshalb sollte auch ein Gästezimmer oder Arbeitszimmer nicht völlig unbeheizt bleiben.
Diese Temperaturen gelten als sinnvollNicht jeder Raum braucht dieselbe Wärme: Im Wohnzimmer werden rund 20 Grad empfohlen, im Schlafzimmer darf es mit 16 bis 18 Grad kühler sein, ebenso in der Küche: Etwa 18 Grad reichen hier aus. Wer die Temperaturen an die Nutzung anpasst, kann Energie sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.
Was bedeuten eigentlich die Zahlen am Thermostat?Ein weitverbreiteter Irrtum, das Thermostat an der Heizung betreffend: Höhere Stufen machen den Raum nicht schneller warm. Denn die Zahlen stehen für bestimmte Zieltemperaturen: Stufe 1 etwa 12 Grad, Stufe 2 etwa 16 Grad, Stufe 3 etwa 20 Grad, Stufe 4 etwa 24 Grad, Stufe 5 etwa 28 Grad. Wer also gemütliche 20 Grad haben möchte, fährt mit Stufe 3 meist genau richtig. Das volle Aufdrehen auf Stufe 5 beschleunigt das Aufheizen dagegen nicht.
Mit einem einfachen Trick Heizkosten sparenSchon kleine Veränderungen können sich beim Heizen und den folgenden Kosten bemerkbar machen. Experten zufolge sinkt der Energieverbrauch um rund sechs Prozent, wenn die Raumtemperatur nur um ein Grad reduziert wird.
Clever zu lüften und die Heizung ein Grad herunterzudrehen, kann richtig Geld sparen.
© Christin Klose/dpa-tmn
Dabei ist die richtige Balance wichtig: Zu kalt sollte die Wohnung ebenfalls nicht werden. Sonst drohen Feuchtigkeit, Schimmel und am Ende möglicherweise sogar höhere Kosten.
Auch das Lüften wird jetzt wieder wichtigSobald die Heizkörper laufen, sollte regelmäßig gelüftet werden. Experten empfehlen kurzes Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster. Tipp: Während des Lüftens die Heizung herunterdrehen. So verschwindet weniger Wärme nach draußen und das Raumklima bleibt trotzdem angenehm.
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