Die CDU schlägt Wohnraum auf der Fläche zwischen Stürzelberg-Center und Sportplatz vor. Im Stadtrat findet der Antrag keine Mehrheit – auch die Regionalplanung setzt Grenzen.
30.09.2026 · 13:01 Uhr
Die Dormagener CDU möchte die Fläche zwischen dem Stürzelberg-Center „Am Weißen Stein“ und dem Sportplatz bebauen. Dafür fand sie allerdings im Stadtrat keine Mehrheit.
Foto: act!on/HJ PrellStürzelberg · Die CDU schlägt Wohnraum auf der Fläche zwischen Stürzelberg-Center und Sportplatz vor. Im Stadtrat findet der Antrag keine Mehrheit – auch die Regionalplanung setzt Grenzen.
Geht es nach der Dormagener CDU, würde ein Areal in Stürzelberg künftig bebaut werden. Konkret geht es um eine Fläche zwischen dem Stürzelberg-Center „Am Weißen Stein“ und dem Sportplatz. „Ideal“, findet CDU-Fraktionsvorsitzender Peter-Olaf Hoffmann das Grundstück. Eine Mehrheit konnte er für diese Idee im Stadtrat allerdings nicht hinter sich vereinen. „Wir brauchen dringend Wohnraum“, so sein SPD-Kollege Michael Dries, „aber wir wollen erstmal die Flächen umsetzen, wo Wohnungsbau realisierbar ist.“
Die CDU fuhr eine ganze Reihe von Gründen auf, warum das Areal gut geeignet ist. In ihrem Antrag legte sie unter anderem dar: „Mit dem Sportplatz, der vor einigen Jahren im weiteren Bereich des Stürzelberg-Centers gebaut worden ist, gibt es eine natürliche Begrenzung für weitere Entwicklungsmöglichkeiten“, so Hoffmann. „Das Stürzelberg-Center hat durch die Bushaltestelle ,Am Weißen Stein’ eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und liegt zwischen den Ortslagen Stürzelberg und St. Peter. Da zwischen dem Sportplatz und dem Stürzelberg-Center eine größere Freifläche liegt, die heute landwirtschaftlich genutzt wird, bietet es sich an, diese Fläche für eine Bebauung, nahe am Zentrum der Versorgung für den Ort und nahe an Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung, in planerische Überlegungen einzubeziehen.“
Ziel müsse es dabei sein, die Erreichbarkeit der vorhandenen Einrichtungen der Nahversorgung und des Sports für nicht mehr so mobile Senioren und Familien mit Kindern spürbar zu verbessern. „Hierzu ist die benannte Fläche hervorragend geeignet.“ Die CDU hatte auch bereits einen Vorschlag für den nächsten Schritt: „Zunächst sollte mit dem Grundstückseigentümer der Fläche Kontakt aufgenommen werden, um zu erfahren, ob und zu welchen Bedingungen dieser bereit ist, die mit diesem Antrag verbundene Zielsetzung zu ermöglichen.“
Es gibt allerdings einen entscheidenden formalen Haken, auf den die Verwaltung hinwies: „Für die beantragte Änderung des Flächennutzungsplans fehlt es an der notwendigen landesplanerischen Grundlage“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld. Die von der CDU genannten Flächen seien im Regionalplan nicht als Allgemeiner Siedlungsbereich dargestellt, sondern als allgemeiner Freiraum- und Agrarbereich in Kombination mit „regionaler Grünzug“ sowie Grundwasser- und Gewässerschutz.
Lierenfeld: „Damit sind mehrere Schutzgüter betroffen, die einer wohnbaulichen Entwicklung entgegenstehen.“ Für eine Darstellung als Wohnbaufläche sei eine Festlegung als „Allgemeiner Siedlungsbereich“ jedoch unabdingbare Voraussetzung. Zufrieden war die CDU damit nicht: „Es gibt die Möglichkeit mit dem Regionalrat zu sprechen“, wandte Hoffmann ein. Demgegenüber sprach sich Elias Ackburally (Grüne) dafür aus, den Flächennutzungsplan „nicht häppchenweise aufzuschnüren.“
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