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KI Krisentreffen im Weißen Haus: KI-Firmen sollen sich laut Donald Trump selbst beaufsichtigen

Дата публикации: 30-09-2026 05:51:00

KI-Risiken extern kontrollieren? Nicht mit US-Präsident Donald Trump - er will die Aufsicht über die Technologie den Entwicklern selbst überlassen. Die KI-Firmen würden „sich gegenseitig kontrollieren“, glaubt Trump.

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KI-Risiken extern kontrollieren? Nicht mit US-Präsident Donald Trump - er will die Aufsicht über die Technologie den Entwicklern selbst überlassen. Die KI-Firmen würden „sich gegenseitig kontrollieren“, glaubt Trump.

30.09.2026, 07.51 Uhr

Lieber eine unverbindliche Selbstkontrolle: Trump und seine Tech-Buddies nach dem Treffen im Weißen Haus
Lieber eine unverbindliche Selbstkontrolle: Trump und seine Tech-Buddies nach dem Treffen im Weißen Haus

Lieber eine unverbindliche Selbstkontrolle: Trump und seine Tech-Buddies nach dem Treffen im Weißen Haus

Foto: Tierney L. Cross / The Washington Post / Bloomberg / Getty Images

US-Präsident Donald Trump (80) sieht die Kontrolle der Künstlichen Intelligenz als Aufgabe der Entwickler selbst. Die Unternehmen würden sich selber kontrollieren, sagte Trump nach einem Treffen mit Chefs von KI-Unternehmen in Washington. Er sieht !ausreichenden Schutz“ durch wirtschaftliche Interessen der US-Firmen.

„Sehr reale Risiken“

Der Chef der KI-Firma Anthropic, Dario Amodei (43), hatte sich dafür ausgesprochen, die Entwicklung der leistungsfähigsten KI-Modelle abzubremsen, um sicherzugehen, dass man nicht die Kontrolle über die Technologie verliert. Trump hatte bereits zuvor eine verstärkte staatliche Regulierung der Technologie abgelehnt. Es sei wichtig, dass die USA den Vorsprung zu China nicht einbüßten, betont er.

„Mit der Zeit könnte es Sinn ergeben, diese Schritte in Regeln festzuhalten“: Tech-Chefs wie Sam Altman oder Mark Zuckerberg sind gern gesehene Gäste im Weißen Haus (hier bei einem Dinner für den chinesischen Staatschef Xi Jinping)

„Mit der Zeit könnte es Sinn ergeben, diese Schritte in Regeln festzuhalten“: Tech-Chefs wie Sam Altman oder Mark Zuckerberg sind gern gesehene Gäste im Weißen Haus (hier bei einem Dinner für den chinesischen Staatschef Xi Jinping)

Foto: Brendan Smialowski / AFP

Amodei sagte nach dem Treffen mit Trump, KI habe großes Potenzial – „aber auch sehr reale Risiken“. Maßnahmen, um diesen Risiken entgegenzuwirken, seien „noch in der Diskussion“.

Freiwillige Selbstverpflichtung auf „robuste Kontrollen“

Jetzt wurde bei dem Treffen in einer Selbstverpflichtung eine Reihe von Grundsätzen vereinbart, zu denen „robuste interne Kontrollen“ gehören, wie aus dem von Trump veröffentlichten Dokument hervorgeht. Dies solle unter anderem Biowaffen- und Chemiewaffen-Risiken ausräumen – und auch dafür sorgen, dass es keine Hacking-Attacken gebe.

Darüber hinaus erklärten sich die Unternehmen bereit, externe Beobachter zuzulassen. Das entspricht einer Idee, die Amodei vor einigen Wochen vorstellte, und die unter anderem von seinem Konkurrenten Sam Altman (38) beim ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Tech-Milliardär Elon Musk (55) unterstützt wurde.

Die Verwaltungsräte der KI-Firmen – die in etwa den deutschen Aufsichtsräten entsprechen – sollen zudem gesonderte unabhängige Gremien einrichten, die interne und externe Berichte prüfen.

„Mit der Zeit könnte es Sinn ergeben, diese Schritte in Gesetzen oder Regeln festzuhalten“, hieß es in dem Dokument auch. Das Papier wurde unter anderem von Amodei, Musk, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (42), Google-Chef Sundar Pichai (56) sowie dem Chef des KI-Chip-Spezialisten Nvidia, Jensen Huang, unterzeichnet.

Trump will Bürger mit Rechenzentren „glücklich machen“

Trump bekräftigte zudem seine Unterstützung ‌für den schnellen Ausbau von Rechenzentren. Diese stoßen in den USA wegen ihres hohen Strombedarfs und der Sorge vor steigenden Versorgungskosten zunehmend auf Widerstand in der Bevölkerung. Trump sagte, die Technologiekonzerne würden die Gemeinden mit „massiven Beiträgen“ für den Bau ‌von Rechenzentren „glücklich“ ​machen.

Bei einer für das Weiße Haus ungewöhnlichen Pressekonferenz im Freien sagte Trump, er wolle bei der Regulierung von KI ​nicht mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ⁠zusammenarbeiten. Dies würde es für US-Unternehmen erschweren, ​bessere KI-Produkte als ​ihre chinesischen Konkurrenten zu entwickeln.

OpenAI setzt auf KI-Agenten

Für OpenAI unterzeichnete das Absichtspapier Altmans rechte Hand, der Top-Manager Greg Brockman. Der Firmenchef konnte nicht zu dem recht kurzfristig angesetzten Treffen nach Washington kommen, weil er auf der jährlichen Entwicklerkonferenz von OpenAI in San Francisco auftrat. Er stellte dort unter dem Namen „Dots“ (Punkte) sogenannte KI-Agenten vor, die eigenständig Aufgaben im Auftrag der Nutzer erfüllen können. Ein Dot könne am Computer praktisch alles machen, „was man sich einfallen lassen kann“. Nach dem Start in den USA sollen Dots „bald“ auch in Europa verfügbar sein, hieß es.

Zunächst bekommt man nur einen Dot pro Nutzer – aber mit der Zeit solle eine Vielzahl solcher Agenten für die Nutzer im Einsatz sein. Kommuniziert mit der Software wird über einen Chat. Für einzelne Wissensbereiche in Unternehmen – etwa Buchhaltung, Marketing oder Rechtsfragen – soll es spezialisierte Dots geben. Zunächst sind Dot-Assistenten nur hinter Abo-Schranken nutzbar, was ihre Verbreitung zunächst vor allem auf den Berufsalltag beschränken dürfte. „Aber sie sollten davon ausgehen, dass wir eines Tages etwas im Massenmarkt für Milliarden Menschen machen.“

Meta will mit KI für Verbraucher punkten

Meta hatte erst vor wenigen Wochen einen ähnlich funktionierenden KI-Assistenten mit dem Namen Muse zunächst in den USA gestartet, der auf Verbraucher ausgerichtet ist.  Die Muse-App erklomm danach die Spitzenposition im US-App-Store von Apple, und Meta wurde an der Wall Street nach Milliarden-Investitionen in KI-Infrastruktur wieder als ein aussichtsreicher Anwärter im Wettbewerb um eine führende Rolle bei Künstlicher Intelligenz gesehen. ChatGPT hatte den Hype um Künstliche Intelligenz erst ausgelöst, bei dem neuesten KI-Assistenten für Verbraucher kam Meta dem Vorreiter aber zuvor. Altman sagte indes, Dots sei „allem, was heute auf dem Markt verfügbar ist, weit voraus“.

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Im Prinzip könnten auch Verbraucher Dots schon jetzt für Alltagsdinge benutzen, sagte OpenAI-Manager Alexander Embiricos der Deutschen Presse-Agentur. Aber damit würden sie nicht die wirklichen Vorteile der Software nutzen, schränkte er ein. Dots sei eher für ambitionierte Aufgaben optimiert, um mehr zu machen, als man sich selbst zugetraut hat.

la/dpa

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