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Die 500 reichsten Deutschen, BMWs riskante Strategie, Übernahmepoker um Evonik – das war Mittwoch, 30.9.2026

Дата публикации: 30-09-2026 14:16:00

Wir präsentieren Ihnen die Liste der 500 reichsten Deutschen. BMW fährt eine riskante Strategie. Und im Übernahmepoker um Evonik gibt es neue Details. Über die wichtigsten Wirtschaftsthemen informieren wir Sie in unserem Newsletter „Der Tag“.

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Wir präsentieren Ihnen die Liste der 500 reichsten Deutschen. BMW fährt eine riskante Strategie. Und im Übernahmepoker um Evonik gibt es neue Details. Über die wichtigsten Wirtschaftsthemen informieren wir Sie in unserem Newsletter „Der Tag“.

30.09.2026, 16.16 Uhr

Das Warten hat ein Ende. Heute Mittag haben wir zum 26. Mal unsere Liste der 500 reichsten Deutschen  veröffentlicht. Und ich kann Sie direkt beruhigen: Zumindest bei der Anzahl der Milliardäre geht es in Deutschland nicht bergab. Im Gegenteil: Trotz all der Krisen, die die Wirtschaftswelt quälen, gibt es hierzulande so viele Milliardäre wie nie zuvor. Allerdings zeigt unsere Liste, die mein Kollege Christoph Neßhöver redaktionell verantwortet, auch, dass viele große Vermögen unter der Wirtschaftsflaute leiden. So ist etwa das Vermögen der Porsches und der Quandts um viele Milliarden Euro geschrumpft. Hier geht’s zur kompletten und exklusiven Liste der vermögendsten 500 Deutschen  im Jahr 2026.

Übrigens: Mit der Gesellschafterfamilie von Boehringer Ingelheim weisen wir in diesem Jahr eine neue Nummer eins auf unserer Reichstenliste aus. Geführt wird der Pharmakonzern von Shashank Deshpande (53). Im Gespräch mit meinen Kollegen Isabell Hülsen, Dietmar Palan und Simone Salden erklärt Deshpande, warum das Familienunternehmen nicht an die Börse will und was die Platzierung der Gesellschafterfamilie auf der Reichstenliste  für seine Arbeit bedeutet. Das Interview finden Sie hier .

Supermärkte, Autos und Schokolade: Auf der neuen Top-500-Liste finden sich alte Bekannte wie Lidl-Gründer Dieter Schwarz (r.) oder die BMW-Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt (M.), aber auch Newcomer wie die Ritter-Sport-Erben Moritz Ritter (o. l.) und Tim Hoppe

Supermärkte, Autos und Schokolade: Auf der neuen Top-500-Liste finden sich alte Bekannte wie Lidl-Gründer Dieter Schwarz (r.) oder die BMW-Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt (M.), aber auch Newcomer wie die Ritter-Sport-Erben Moritz Ritter (o. l.) und Tim Hoppe

Illustrationen: Julien Pacaud / manager magazin; Fotos [M]: dpa (2), Alfred Ritter GmbH & Co. KG / pa / obs, Adobe Stock, Unsplash, Dirk Bruniecki / laif, BMW; Typografie: István Szugyiczky / Début Art / manager magazin

Die Wirtschaftsnews des Tages:
  • BMW-CEO Milan Nedeljković (57) will den schlingernden Autobauer aus der Krise führen. Helfen sollen deutsche Wertarbeit, massive Einschnitte und ein neuer Riesen-SUV. Die Automarge soll so bis 2028 auf bis zu 5 Prozent steigen. Mein Kollege Franz Anko-Hubik analysiert Nedeljkovićs riskante Strategie .

  • Rekordpreise an den Tankstellen haben das Leben in Deutschland im September so stark verteuert wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Getrieben von teurer Energie kletterte die Inflationsrate auf 3,3 Prozent.

  • Falls Sie sich zuletzt Sorgen wegen außer Kontrolle geratener KI-Agenten gemacht haben sollten: Alles halb so wild, sagt Donald Trump (80). Regulierung werde überschätzt. KI-Entwickler würden sich schon selbst kontrollieren, erklärte Trump nach einem Treffen mit Chefs von KI-Unternehmen in Washington. Falls Ihre Sorge nicht weichen sollte: Sie sind nicht allein.

  • OpenAI will unterdessen 30 Milliarden Dollar von Investoren einsammeln. Bleibt zu hoffen, dass der ein oder andere Dollar in Sicherheitsvorkehrungen fließt.

Aufsteiger des Tages:
  • Als Angreifer auf das Geschäft von American Express gestartet, wächst das von Malte Rau (38) und Fabian Terner (44) gegründete Berliner Start-up Pliant inzwischen mit großen Partnern wie der Commerzbank. Der Umsatz der Kreditkartenfirma hat sich zuletzt verdoppelt , wie mein Kollege Caspar Schlenk exklusiv berichtet. Carsten Maschmeyer (67) dürfte das freuen: Der frühere AWD-Drückerkolonnen-König hatte sich früh mit seinem Fonds Alstin bei Pliant engagiert.

Absteiger des Tages …
  • … ist abermals die deutsche Autoindustrie. Ihr Absturz, so prognostiziert es die Unternehmensberatung Roland Berger, wird sich noch beschleunigen. Bis 2031 dürften hierzulande 200.000 Jobs wegfallen . Ronald-Berger-Partner Felix Mogge erklärt im Gespräch mit meinem Kollegen Michael Freitag, wie der Absturz gebremst werden könnte. Er setzt auf radikale Lösungen .

Was Sie in Ihrer Karriere voranbringt:
  • Die Verlockung ist groß, einen Teil der Belegschaft durch KI zu ersetzen. Doch wer vorschnell Kündigungen ausspricht, spart an der falschen Stelle. Wie es besser geht, lesen sie hier .

Meine Empfehlung für den Abend:
Er fehlt in der Abwehrschlacht: Evonik-CEO Christian Kullmann fällt krankheitsbedingt aus

Er fehlt in der Abwehrschlacht: Evonik-CEO Christian Kullmann fällt krankheitsbedingt aus

Foto:

Oliver Berg / dpa

  • Vergangene Woche sind dunkle Wolken über dem Evonik-Tower in Essen aufgezogen. Der große Rivale BASF will den deutlich kleineren Spezialchemiekonzern schlucken. Ein erstes unverbindliches Angebot hat Evonik zwar abgelehnt, BASF-Chef Markus Kamieth (55) wird aber nicht locker lassen. Auch, um nicht selbst zum Übernahmeziel zu werden. Kamieths Gegenspieler, Evonik-Chef Christian Kullmann (57), ist jedoch wegen schwerer Erkrankung bis mindestens zum Frühjahr zum Zuschauen verdammt und wird aktuell von Interims-CEO Claus Rettig vertreten. Die Hauptrolle im milliardenschweren Übernahmepoker spielt aber ohnehin die RAG-Stiftung. Die mit Abstand größte Aktionärin stand jahrelang treu zu Evonik. Doch das könnte sich rasch ändern: Die komplette Analyse meiner Kollegin Eva Buchhorn lesen Sie hier .

Herzliche Grüße und einen spätsommerlichen Feierabend
Ihr Tim Spark

Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Wir freuen uns auf Ihre Post unter chefredaktion@manager-magazin.de .

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