Bundeskanzler Friedrich Merz sieht „erste Lichtblicke“ beim Wirtschaftsaufschwung und verweist auf steigende Reallöhne, bessere Stimmungswerte und zahlreiche neue Start-ups. Gleichzeitig steigt jedoch die Arbeitslosigkeit, während die Industrie Zehntausende Stellen streichen, Werke schließen oder Produktionen ins Ausland verlagert. Zudem bleiben die Insolvenzen hoch, und Wirtschaftsverbände verlangen tiefgreifende Reformen bei Energiepreisen, Steuern, Sozialabgaben und Bürokratie. Drei Ministerpräsidenten […]
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Bundeskanzler Friedrich Merz sieht „erste Lichtblicke“ beim Wirtschaftsaufschwung und verweist auf steigende Reallöhne, bessere Stimmungswerte und zahlreiche neue Start-ups.
Gleichzeitig steigt jedoch die Arbeitslosigkeit, während die Industrie Zehntausende Stellen streichen, Werke schließen oder Produktionen ins Ausland verlagert.
Zudem bleiben die Insolvenzen hoch, und Wirtschaftsverbände verlangen tiefgreifende Reformen bei Energiepreisen, Steuern, Sozialabgaben und Bürokratie.
Drei Ministerpräsidenten großer Autoländer warnen inzwischen sogar vor dauerhaften Schäden für die deutsche Schlüsselindustrie. Damit wächst der Abstand zwischen den positiven Signalen des Kanzlers und der Realität in vielen Betrieben.
Wachstum auf dem Papier bedeutet noch keinen neuen Wohlstand
Auch das Handelsblatt Research Institute hat seine Wachstumsprognose inzwischen deutlich angehoben. Für 2026 erwartet das HRI nun 1,1 Prozent reales Wachstum, für 2027 sogar 1,4 Prozent. Allerdings warnt das Institut gleichzeitig vor wachsenden strukturellen Problemen. Zudem erwartet es 2026 rund 300.000 Erwerbstätige weniger als 2024.
Noch bemerkenswerter ist jedoch die Zusammensetzung des Wachstums. Laut HRI trägt ein wachsender Anteil staatlicher Konsum samt staatlicher Investitionen. Gleichzeitig steigt der Wohlstand vieler Bürger kaum. Außerdem profitiert die Exportwirtschaft derzeit teilweise von kriegsbedingten Lieferproblemen asiatischer und nahöstlicher Wettbewerber. Das ist ein konjunktureller Vorteil, aber noch keine strukturelle Gesundung. (🇩🇪 🤡 „Gemeinsam mit dem Kanzler“: Was für ein Dokument der Verlogenheit – Sie nennen Merz nicht einmal mehr beim Namen in der CDU!)
In den Werkhallen sieht der Aufschwung anders aus
Der Arbeitsmarkt passt deshalb nur schwer zum Bild eines breit getragenen Aufschwungs. Im August waren 3,061 Millionen Menschen arbeitslos, 36.000 mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich verlor das Verarbeitende Gewerbe binnen eines Jahres mehr als 140.000 Beschäftigte. Besonders stark trifft es Autoindustrie, Zulieferer, Stahl, Chemie und andere energieintensive Branchen.
Neue Start-ups ändern daran zunächst wenig. Zwar sind 3.053 Gründungen im ersten Halbjahr ein erfreulicher Rekord. Doch eine Firmengründung ist kein Ersatz für Hunderte verlorene Arbeitsplätze in einem bestehenden Werk. Außerdem brauchen junge Firmen häufig Jahre, bevor sie größere Belegschaften beschäftigen. Deshalb zählt am Ende die gesamte Beschäftigungsbilanz und nicht allein die Zahl neuer Unternehmen.
Drei Autoländer warnen vor dauerhaften Schäden
Wie ernst die Lage ist, zeigen inzwischen Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen gemeinsam. Markus Söder, Cem Özdemir und Olaf Lies fordern Bund und EU zu raschem Handeln auf. Dabei handelt es sich um drei Regierungschefs aus CSU, Grünen und SPD. Sie warnen vor nachhaltigen und möglicherweise „irreversiblen Schäden“ für die deutsche Autoindustrie.
Die Ministerpräsidenten verweisen auf rund 52.000 verlorene Arbeitsplätze innerhalb eines Jahres. Zudem verlangen sie niedrigere Energiekosten, bessere Wettbewerbsbedingungen und stärkeren Schutz vor unfair subventionierter Konkurrenz. Ihre Botschaft passt kaum zu einer Wirtschaft, die den Aufschwung bereits geschafft hätte. Vielmehr versuchen drei zentrale Industrieländer, weitere Produktionsverlagerungen und Arbeitsplatzverluste zu verhindern.
Selbst bessere Prognosen enthalten deutliche Warnsignale
Besonders aufschlussreich ist deshalb die HRI-Prognose. Die Chemie- und Pharmaindustrie legte im zweiten Quartal zwar um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Doch das HRI verweist zugleich auf einen außergewöhnlichen Hintergrund. Asiatische und nahöstliche Wettbewerber litten unter Lieferproblemen durch den Iran-Konflikt. Außerdem füllten Kunden vorsorglich ihre Lager.
Merz kann somit auf echte positive Zahlen verweisen. Doch daraus folgt noch kein breit getragener Aufschwung mit steigender Beschäftigung und wachsendem Wohlstand. Während die Bundesregierung Lichtblicke hervorhebt, warnen Unternehmen, Verbände und Ministerpräsidenten vor weiteren Standortverlusten.
Gleichzeitig rechnet selbst das optimistischere HRI mit deutlich weniger Erwerbstätigen als 2024. Ein tragfähiger Aufschwung müsste deshalb nicht nur das BIP erhöhen, sondern auch private Investitionen, Beschäftigung und industrielle Wertschöpfung dauerhaft stärken.
Der Wirtschaftsaufschwung bleibt damit bislang vor allem eine konjunkturelle Hoffnung und noch keine industrielle Trendwende. Merz kann zu Recht auf höhere Reallöhne, mehr Gründungen und einzelne bessere Konjunkturdaten verweisen.
Doch gleichzeitig verschwinden Arbeitsplätze, Unternehmen verlagern Produktion und Verbände verlangen weiterhin jene Strukturreformen, die seit Monaten angekündigt werden.
Ein belastbarer Aufschwung zeigt sich nicht allein in Wachstumsprognosen, sondern in privaten Investitionen, steigender Beschäftigung und neuen Produktionskapazitäten. Genau dort fehlt bislang der überzeugende Beleg für die wirtschaftliche Wende.
Panik auf der Titanic: In der CDU werden die Rufe nach nach Merz-Aus immer lauter
Nach dem erneuten desaströsen letzten Wahlsonntag und Friedrich Merz`, der darauf nur mit den abgedroschensten Durchhalteparole regierte und ansonsten wie gewohnt weiterwurschtelt, brechen in der CDU nun langsam alle Dämme.
Der ehemalige Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus zog in der in der Unions-Sitzung nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein vernichtendes Fazit: „Wir haben ein Glaubwürdigkeitsdefizit, ein Zukunftsdefizit, unsere Politik kommt bei den Menschen und Unternehmen nicht an, wir sind im Team nicht breit genug aufgestellt. Wir haben unseren Markenkern – das Verbindende – verloren“.
Es gebe keine Persönlichkeiten wie Norbert Blüm oder Rita Süssmuth mehr in Partei und Fraktion, die mit Themen identifiziert würden. Die CDU könne nicht alles auf Krisen oder andere Parteien schieben, sondern müsse ihre Politik ändern. „Jeder muss sich fragen, ob und wie er diesem Land und dieser Partei noch helfen kann“, forderte Brinkhaus, was eindeutig auch und gerade auf Merz gemünzt war.
Merz’ ehemaliger Generalsekretär Mario Czaja wurde im „Welt“-Interview noch deutlicher und forderte offen den Rücktritt des Kanzlers. „Ich glaube, es ist an der Zeit, dass er den Platz frei macht. Es funktioniert nicht mehr mit ihm“, so Czaja. Es habe „gar keinen Sinn“ mehr, Merz noch mehr Zeit zu geben.
„Mein alter Chef pflegte immer zu sagen: Es gibt keine zweite Chance für einen ersten schlechten Eindruck. Und genau das trifft bei Friedrich Merz auch zu. Er hat grundlegendes Vertrauen verspielt, schon ganz am Anfang, als er auf dem Altar seiner eigenen Kanzlerschaft die Schuldenbremse gelockert hat und das Erbe von Wolfgang Schäuble mit Füßen getreten hat“, kritisierte er.
Merz` Rede am Wahlabend habe ihn „sprachlos zurückgelassen“, so Czaja weiter. „Ich glaube, ihm fehlt einfach die emotionale Intelligenz zu verstehen, was da gerade im Land passiert“, meint er.
Nerven liegen völlig blank
Auch in der Jungen Union (JU) geht inzwischen die nackte Panik um. Die Nachwuchs-Apparatschiks erkennen, dass ihre Partei so dramatisch zusammenschmilzt, dass für sie kaum noch Versorgungsposten zu holen sind. JU-Chef Johannes Winkel drängte, die Bundesregierung müsse jetzt Antworten geben und Entscheidungen treffen.
Ansonsten würden dies andere Parteien tun. In einem eigens von ihm verfassten Reform-Appell an die Regierung, warnt Winkel vor einem „weiteren Blindflug in den demografischen Wandel“ und „dem sicheren wirtschaftlichen und sozialen Kollaps Deutschlands“. Die Rentenreform müsse endlich umgesetzt werden, es müsse „wieder gerecht zugehen für die, die den Laden am Laufen halten“, so Winkel.
Außerdem verlangt er eine Sozialhilfereform, eine härtere Migrationspolitik und einen strikten Sparkurs von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil.
„Warum kommt der Staat mit Rekordeinnahmen von 1.000 Milliarden Euro und Rekordschulden von 1.000 Milliarden Euro nicht mit seinem Geld aus?“, fragt sich nicht nur Winkel.
SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius wirft er massive Geldverschwendung vor. Hunderte Milliarden Euro würden „in der ‚Blackbox Verteidigungshaushalt‘ ohne erkennbare Strategie bei Materialbeschaffung und ohne Strukturentscheidungen bei der Wehrpflicht“ verschwinden.
Die Nerven liegen also völlig blank, die Union erhält nun endlich die Quittung für das, was sie diesem Land seit 15 Jahren antut und mit dem sie es in den kulturellen und wirtschaftlichen Ruin gefahren hat.
Dass mit Merz nichts mehr zu holen ist, hat außer ihm jeder verstanden, das sonstige Unions-Personal ist jedoch so erbärmlich, dass auch keinerlei Rettung in Sicht ist.
Die ehemalige Volkspartei befindet sich in einer Kernschmelze, die nicht mehr zu stoppen ist. Den gigantischen Vertrauensverlust, den sie sich ganz allein selbst zuzuschreiben hat, wird sie nicht wieder umkehren können.
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Quellen: PublicDomain/blackout-news.de am 25.09.2026
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