Der NiPoGi Hyper H1 tritt mit AMD Ryzen 7 7735HS gegen die zuvor getestete Intel-Variante der Baureihe an. Im Test schneidet der Mini-PC besser als der Hyper H2 ab und erreicht insgesamt eine Platzierung im Mittelfeld. Der leise Kühler und die moderaten Temperaturen überzeugen, allerdings bleibt die Leistung hinter anderen Mini-PCs mit identischer CPU zurück.
Der NiPoGi Hyper H1 tritt mit AMD Ryzen 7 7735HS gegen die zuvor getestete Intel-Variante der Baureihe an. Im Test schneidet der Mini-PC besser als der Hyper H2 ab und erreicht insgesamt eine Platzierung im Mittelfeld. Der leise Kühler und die moderaten Temperaturen überzeugen, allerdings bleibt die Leistung hinter anderen Mini-PCs mit identischer CPU zurück.
Wichtigste Fakten| Bereich | Ergebnis | Einordnung |
|---|---|---|
| Prozessor | AMD Ryzen 7 7735HS | Identische CPU in anderen getesteten Mini-PCs teils schneller umgesetzt |
| Arbeitsspeicher | 24 GB DDR5 | LPDDR5 verlötet |
| Massenspeicher | 1 TB SSD | Zusätzlicher M.2-2280-Steckplatz frei |
| Systemverbrauch im Leerlauf | 5,9 W | Messung unter Windows |
| Maximaler Systemverbrauch | 51,9 bis 53,3 W | Je nach Belastungsszenario |
| Maximale CPU-Temperatur | 85,1 bis 85,8 °C | Ohne Abzug der Raumtemperatur |
| Lautstärke unter Last | 35,4 dB(A) | Messung aus 40 cm Entfernung |
| Preis zum Veröffentlichungszeitpunkt | 494 Euro | Mit Rabattaktion und dem angegebenen 24-Prozent-Gutscheincode |
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Gehäuse | Kunststoff mit matter Oberfläche und schwebender Oberseite |
| Frontanschlüsse | Kombinierte AUX-Buchse, 2x USB 3.2 Gen 2 Typ-A mit 10 Gbit/s, 1x USB 3.2 Gen 2 Typ-C |
| USB-C-Funktion | DisplayPort-Alt-Modus zur Bildausgabe |
| Rückseitige Anschlüsse | 4x USB 3.2 Gen 1 mit 5 Gbit/s, 2,5-Gigabit-LAN, DisplayPort 1.4, HDMI 2.0 |
| WLAN und Bluetooth | Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 über Realtek RTL8852BE |
| Netzwerkcontroller | Realtek RTL8125 für 2,5-Gigabit-LAN |
| Massenspeicher | 2x M.2 2280 PCIe 4.0 |
| Netzteil | 65 W, Modell AD0651-1903420F |
| Messung | Wert | Kontext |
|---|---|---|
| Leistungsaufnahme | 5,9 W | Leerlauf unter Windows |
| Leistungsaufnahme | 51,9 W maximal, 40,8 W durchschnittlich | Erstes Stresstest-Szenario, gesamtes System |
| Leistungsaufnahme | 53,3 W maximal, 43,5 W durchschnittlich | Zweites Stresstest-Szenario, gesamtes System |
| CPU-Temperatur | 85,1 °C | Erstes Stresstest-Szenario, ohne Delta zur Raumtemperatur |
| CPU-Temperatur | 85,8 °C | Zweites Stresstest-Szenario, ohne Delta zur Raumtemperatur |
| APU-Temperatur | 85,0 °C | Zweites Stresstest-Szenario, ohne Delta zur Raumtemperatur |
| SSD-Temperatur | 45 °C maximal | Während die SSD mit durchschnittlich 164 MB/s zu 90 Prozent gefüllt wurde |
| Schallpegel | 33,2 dB(A) Raum, 33,7 dB(A) Leerlauf, 35,4 dB(A) Last | Messung aus 40 cm Entfernung |
In Counter-Strike 2 wurden bei 1920 × 1080 Pixeln und niedriger Grafikvoreinstellung durchschnittlich 108,77 FPS erreicht. Die minimale Bildrate lag bei 20,94 FPS, die Werte für 1 Prozent beziehungsweise 0,1 Prozent niedrige Bildraten bei 54,92 beziehungsweise 38,17 FPS.
Grand Theft Auto V lief im internen Benchmark mit durchschnittlich 103,27 FPS. Die minimale Bildrate betrug 48,47 FPS, während 1 Prozent Low bei 62,79 FPS und 0,1 Prozent Low bei 56,29 FPS lagen. Getestet wurde mit 1280 × 720 Pixeln und deaktivierten Optionen wie FXAA, MSAA, V-Sync und Tessellation.
Rainbow Six Siege X erreichte bei 1920 × 1080 Pixeln mit 50 Prozent Skalierung und niedriger Grafikqualität durchschnittlich 63,74 FPS. Die minimale Bildrate lag bei 34,33 FPS, 1 Prozent Low bei 43,72 FPS und 0,1 Prozent Low bei 36,62 FPS.
Teardown, Materialprüfung und AufbauDie Schrauben befinden sich unter den Gummifüßen. Für die Demontage müssen daher zunächst die Füße entfernt werden.Auf der Unterseite sitzt eine Aluminiumplatte, die als passiver Kühler für die SSD dient. Der Kontakt zur SSD wird über ein Wärmeleitpad hergestellt.Eine SSD vom Typ G-BONG X300 steckt in einem der beiden M.2-2280-Steckplätze mit PCIe 4.0. Der zweite Steckplatz bleibt frei.Der LPDDR5-Arbeitsspeicher ist verlötet und trägt die Kennung K3LK7K70BM-BGCP. Laut Identifikation stammen die Bausteine offenbar von Samsung; verbaut sind insgesamt vier Module mit jeweils 4 GB.Der Stromanschluss sitzt nicht direkt auf der Platine. Er ist im Gehäuse befestigt und wird über ein internes Kabel mit dem Board verbunden.Das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff und besitzt eine matte Oberfläche. Die Oberseite ist konstruktiv mit einem sichtbaren Abstand zum übrigen Gehäuse ausgeführt.Testbedingungen und GrenzenDie Tests liefen mit der zum Testzeitpunkt aktuellen Version von Windows 11 und dem Auslieferungszustand des Systems.Verfügbare BIOS- und Treiberaktualisierungen wurden vor den Messungen installiert.Der Schallpegel wurde mit einem Voltcraft SL-200 aus 40 cm Entfernung ermittelt. Das Messgerät arbeitete im Lo-Modus mit Messzyklen von 125 ms.Die Temperaturwerte werden ohne Delta zur Raumtemperatur angegeben.Ein vollständiger Scan mit Windows Defender ergab keine Funde.Das Testmuster wurde von NiPoGi unverbindlich bereitgestellt. Laut Quelle gab es keine Einflussnahme auf Tests oder Ergebnisse, keine Aufwandsentschädigung und keine Verpflichtung zur Veröffentlichung.EinordnungIm direkten Vergleich innerhalb der eigenen Baureihe schlägt sich der Hyper H1 besser als der zuvor getestete Hyper H2 mit Intel-Prozessor. Für eine eindeutige Leistungsbewertung reicht dieser Vorteil jedoch nicht aus, da bereits andere Mini-PCs mit dem identischen Ryzen 7 7735HS im Test höhere Ergebnisse erzielt haben. Der Hyper H1 positioniert sich deshalb insgesamt im Mittelfeld.
Die Messungen deuten darauf hin, dass NiPoGi das mögliche Leistungspotenzial des Prozessors nicht vollständig ausschöpft. Der Kühler bleibt selbst bei maximaler Auslastung sehr leise, und die Temperaturen bewegen sich weiterhin in einem guten Bereich. Die niedrige Geräuschentwicklung und die thermischen Reserven wären damit grundsätzlich gute Voraussetzungen für ein höheres Powertarget. Offensichtlich wurde darauf jedoch verzichtet, wodurch die Leistung entsprechend niedriger ausfällt.
Zum Veröffentlichungszeitpunkt lag der Endpreis mit der angegebenen Rabattaktion und dem Gutscheincode „43Q69K24“ bei 494 Euro. Für die getestete Ausstattung mit 24 GB DDR5 und 1 TB SSD wurde dieser Preis im Test als den Umständen entsprechend angemessen bewertet.
StärkenDer Kühler arbeitet mit maximal 35,4 dB(A) unter Last sehr leise.Die CPU-Temperatur bleibt trotz Belastung bei maximal 85,8 °C.Das System bietet zwei M.2-2280-Steckplätze mit PCIe 4.0, von denen einer frei bleibt.USB-C unterstützt neben Datenübertragung auch den DisplayPort-Alt-Modus.Die Ausstattung umfasst 2,5-Gigabit-LAN, Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2.EinschränkungenAndere Mini-PCs mit Ryzen 7 7735HS erreichten im Test höhere Leistungswerte.Der Prozessor wird wegen des offenbar niedriger angesetzten Powertargets nicht vollständig ausgereizt.Der Arbeitsspeicher ist verlötet und kann nicht über ein Speichermodul ausgetauscht werden.Das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff.Fragen und AntwortenWie schneidet der Hyper H1 gegenüber dem Hyper H2 ab? Der Hyper H1 ist insgesamt besser, ordnet sich aber nur im Mittelfeld ein.Wie laut wird der Mini-PC unter Last? Aus 40 cm Entfernung wurden 35,4 dB(A) gemessen.Wie hoch ist die maximale CPU-Temperatur? Je nach Stresstest wurden 85,1 beziehungsweise 85,8 °C gemessen.Kann der Speicher erweitert werden? Der LPDDR5-Arbeitsspeicher ist verlötet. Für Massenspeicher gibt es jedoch zwei M.2-2280-Steckplätze, von denen einer frei ist.Welche Grafikanschlüsse stehen zur Verfügung? Der Mini-PC bietet DisplayPort 1.4, HDMI 2.0 sowie DisplayPort-Ausgabe über USB-C.Automatisch aus dem Artikelinhalt als redaktionelle, sichtbare Inhaltsübersicht erzeugt.