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Juristin wird nach 26 Jahren im Betrieb gefeuert, weil sie 9 Tage unerlaubt im Homeoffice arbeitete

Дата публикации: 04-09-2026 16:17:00

Im Streit um unerlaubtes Homeoffice hat ein Gericht auf den Balearen eine klare Entscheidung getroffen. Für eine Juristin bleibt die Kündigung bestehen.

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Im Streit um unerlaubtes Homeoffice hat ein Gericht auf den Balearen eine klare Entscheidung getroffen. Für eine Juristin bleibt die Kündigung bestehen.

Eine Unternehmensjuristin, die seit 26 Jahren im Unternehmen tätig war, hatte neun Tage lang ohne Erlaubnis von zu Hause aus gearbeitet und war daraufhin entlassen worden. Nun hat das Obergericht der Balearen diese Kündigung bestätigt. Über die Entscheidung berichtet „El Debate“.

Neun Homeoffice-Tage ohne Freigabe

Im Mittelpunkt des Falls standen mehrere Arbeitstage im August 2024: Der Frau war in diesem Monat nur an zwei festgelegten Tagen Homeoffice genehmigt worden. An neun anderen Tagen erschien sie nicht im Büro. Sie war verpflichtet, sich an den Präsenztagen per Fingerabdruck im Büro anzumelden und umging diesen Prozess, indem sie ihre Fingerabdrücke online von zu Hause aus registrierte. Dass sie in dieser Zeit arbeitete und E-Mails verschickte, stellte das Gericht nicht grundsätzlich infrage.

Nicht die Arbeit selbst, sondern der Verstoß gegen interne Regeln wurde ihr zum Verhängnis. Das Obergericht der Balearen bestätigte die Kündigung.

Nicht die Arbeit selbst, sondern der Verstoß gegen interne Regeln wurde ihr zum Verhängnis. Das Obergericht der Balearen bestätigte die Kündigung. (Symbolbild) Getty Images/ David Talukdar
Auch die Zeiterfassung spielt eine Rolle

In die Bewertung floss auch ein, dass nicht nur gegen die Präsenzvorgabe, sondern zugleich gegen interne Abläufe verstoßen wurde. Hinzu kam, dass die Juristin die internen Regeln nach Auffassung des Gerichts kannte, da sie bereits früher genehmigtes Homeoffice genutzt hatte.

Im vorliegenden Verfahren spielte daneben noch ein weiterer Punkt eine Rolle. Wie die Zeitung „El Debate“ berichtet, sah die Juristin, die Tochter des ehemaligen Firmenpräsidenten ist, ihre Kündigung auch im Zusammenhang mit Konflikten zwischen dem Unternehmen und Angehörigen ihrer Familie. „NoticiasTrabajo“ berichtet von früheren rechtlichen Auseinandersetzungen im familiären Umfeld. Das Obergericht ging darauf jedoch nicht näher ein, da es die Entlassung aufgrund des festgestellten Pflichtverstoßes bereits für wirksam hielt.

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Für das Gericht war entscheidend, dass die Frau das Genehmigungsverfahren kannte und sich trotzdem darüber hinwegsetzte. Die Kündigung bleibt damit bestehen.

Für das Gericht war entscheidend, dass die Frau das Genehmigungsverfahren kannte und sich trotzdem darüber hinwegsetzte. Die Kündigung bleibt damit bestehen. (Symbolbild) Getty Images/ Pascal Deloche /GODONG
Homeoffice ist in Spanien an Vereinbarungen gebunden

Rechtlich fügt sich die Entscheidung in die Regeln ein, die für Homeoffice und das Arbeitsverhältnis in Spanien gelten. Laut der Ley 10/2021 über Arbeit auf Distanz basiert Homeoffice grundsätzlich auf einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten, in der die wesentlichen Bedingungen festgelegt werden.

Im spanischen Arbeitnehmerstatut sind zudem die Pflicht zur loyalen Vertragserfüllung und die Beachtung zulässiger Weisungen des Arbeitgebers geregelt, ebenso wie die Möglichkeit einer disziplinarischen Kündigung bei schwerem schuldhaftem Pflichtverstoß. Eine generelle Aussage für jeden Homeoffice-Fall leiteten die Richter laut den Berichten daraus nicht ab.

In diesem Fall sahen sie die Schwelle zur wirksamen Kündigung wegen der Zahl der Tage, der fehlenden Freigabe und des bekannten Verfahrens als überschritten an. Gegen die Entscheidung ist den Berichten zufolge noch ein weiterer Rechtsweg zum Tribunal Supremo möglich.

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