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Künstliche Intelligenz: Hype um KI-Weltmodelle – die Player, die Finanziers und der Markt

Дата публикации: 25-09-2026 05:15:00

Die nächste große KI-Wette zielt auf Systeme, die Raum, Zeit und die Folgen von Handlungen verstehen sollen. Warum Investoren Milliarden in sogenannte Weltmodelle stecken, welche Start-ups den Markt prägen und warum der Hype dem Geschäft noch weit voraus ist, erfahren Sie in diesem Podcast.

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Die nächste große KI-Wette dreht sich nicht mehr nur um Sprache. Weltmodelle sollen Maschinen dabei helfen, die physische Welt zu verstehen: Was passiert, wenn ein Mensch ein Glas anhebt? Wie bewegt man sich durch eine Wohnung? Und wie reagiert ein Roboter, wenn plötzlich ein Gegenstand im Weg liegt? Für Menschen sind solche Situationen banal – für Maschinen gehören sie zu den schwierigsten Aufgaben überhaupt.

Der Unterschied zu einem großen Sprachmodell wie ChatGPT lässt sich vereinfacht so beschreiben: Ein Sprachmodell berechnet, welches Wort als nächstes wahrscheinlich folgt. Ein Weltmodell soll dagegen vorhersagen, was als Nächstes in einer Umgebung passiert, wenn jemand handelt. Dafür verarbeitet es nicht nur Text, sondern auch Bilder, Videos, Audios sowie Bewegungs- und Sensordaten. Die Systeme sollen dadurch ein Verständnis von Raum, Zeit und physikalischen Zusammenhängen entwickeln.

Wie groß die Erwartungen sind, zeigt der Blick auf die Investitionen. Google DeepMind stellte im August 2025 mit Genie 3 ein Modell vor, das aus Text interaktive Welten erzeugen kann. Nutzer können sich darin in Echtzeit bewegen; die Szenen bleiben laut Google über mehrere Minuten konsistent. Das Start-up World Labs der KI-Forscherin Fei-Fei Li (50) arbeitet an sogenannter räumlicher Intelligenz und hat allein im Februar 2026 eine Milliarde Dollar eingesammelt. Nvidia wiederum positioniert seine Plattform Cosmos als Grundlage für „Physical AI“ – also für Roboter und autonome Fahrzeuge.

Noch ist allerdings unklar, wie viel Substanz tatsächlich hinter dem Begriff „Weltmodell“ steckt. Der Ausdruck ist nicht einheitlich definiert und wird zunehmend auch als Fundraising-Label für den Hype um die neuen KI-Modelle verwendet. Die möglichen Anwendungen sind enorm: Robotik, autonome Fahrzeuge, Logistik, Industrie, Gaming und Filmproduktion. Die technologische Richtung ist plausibel – das Geschäft dahinter muss sich erst noch beweisen.

In der aktuellen Podcastfolge von „manager magazin INSIDE“ spricht Sarah Heuberger, Redakteurin des manager magazins, mit Host Henning Hinze über die Milliardenwette auf Weltmodelle, die Jagd nach Trainingsdaten und die Frage, ob daraus tatsächlich die nächste große KI-Plattform entsteht.

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