Beim Großen Preis von Spanien waren Überholmanöver Mangelware. Grund dafür ist das Design der neuen Strecke in Madrid. Dafür macht Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg auch einen bestimmten Fahrer im Grid verantwortlich.

Auch Nico Rosberg fordert eine Änderung des Streckenlayouts in Madrid
Foto: © IMAGO/Eibner Pressefoto
14. September 2026, 13:32

sport.de
Beim Großen Preis von Spanien waren Überholmanöver Mangelware. Grund dafür ist das Design der neuen Strecke in Madrid. Dafür macht Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg auch einen bestimmten Fahrer im Grid verantwortlich.
Nico Rosberg übt nach dem Großen Preis von Spanien Kritik an Williams-Pilot Carlos Sainz, der am vergangenen Wochenende bei seinem Heim-Grand-Prix einer der großen Protagonisten war.
"Carlos Sainz war der Botschafter. Wir müssen Carlos Sainz kritisieren", sagte Rosberg in seiner Funktion als TV-Experte von "Sky Sports". Was dem Weltmeister von 2016 überhaupt nicht gepasst hat: Auf dem neuen Madring war das Überholen kaum möglich - und sogar schwieriger als beim Traditionskurs in Monaco.
Im Fürstentum hatten die Statistiker in dieser Saison zehn Überholmanöver gezählt, was bis dato unangefochten der Tiefstwert war. In Madrid wurde die Zahl noch einmal klar unterboten: Nur vier Positionswechsel kamen durch Überholmanöver zustande.
Breite Kritik am Streckenlayout in MadridRosberg schlussfolgerte daher: "Sie müssen das Layout für nächstes Jahr überprüfen und auf jeden Fall eine gute Überholmöglichkeit hinzufügen. Wir brauchen das wirklich auf dieser Strecke, denn es ist jetzt zu schwierig, irgendwo zu überholen." Auch Red-Bull-Pilot Max Verstappen sagte schon nach dem Qualifying: "Es gibt keine Kurven, in denen man überholen kann." Er forderte daher, dass Fahrer bei der Erstellung neuer Strecken mehr in den Prozess einbezogen werden.
In der Tat hatte das 14. Saisonrennen der Formel 1 nur wenig Highlights zu bieten. Allein das Virtuelle Safety Car in der 15. Runde löste ein wenig Chaos aus, da der Führende Lando Norris gerade an der Boxeneinfahrt vorbeigefahren war. Kimi Antonelli und Max Verstappen hingegen erhielten sofort frische Reifen und gaben ihre Positionen später nicht mehr ab.
Selbst der unweit von der Strecke geborene Williams-Fahrer Sainz kam zu einem ähnlichen Fazit: "Im Moment ist es eine großartige Qualifying-Strecke. Sie muss aber auch eine gute Rennstrecke sein."
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