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USA und Iran treffen sich erstmals seit Monaten

Дата публикации: 22-09-2026 18:11:06

Im Iran-Krieg gelten die Fronten als verhärtet. Nun wurde laut den Amerikanern das erste Mal seit längerem wieder verhandelt. Der Iran betont, dies sei auf US-Wunsch geschehen.

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Stand: 22.09.2026, 23:22 Uhr

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UN Generalversammlung

Vertreter der USA und des Irans haben sich am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. © Michael Kappeler/dpa

Im Iran-Krieg gelten die Fronten als verhärtet. Nun wurde laut den Amerikanern das erste Mal seit längerem wieder verhandelt. Der Iran betont, dies sei auf US-Wunsch geschehen.

New York - Vertreter der USA und des Irans haben sich am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch am Dienstag (Ortszeit) sei „sehr gut“ gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte US-Präsident Donald Trump dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen. Iranische Staatsmedien bestätigten das Treffen. Direkte Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt.

Trump zufolge nahmen sein Unterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen in New York teil. Witkoff selbst sagte dort, dass er sich nach dem Treffen sehr gut fühle. Angaben zu den iranischen Teilnehmern machte Trump nicht. Offen blieb zudem zunächst, ob es konkrete Ergebnisse gab.

US-Medien: Irans Außenminister nahm teil

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf zwei iranische Beamte, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sich mit Witkoff und Kushner getroffen habe. Das Treffen wurde demnach von Pakistan und Katar vermittelt, die sich intensiv für eine Rückkehr zur Diplomatie und für Deeskalation eingesetzt hätten.

Iran-Krieg - Gespräche in Pakistan

Kushner und Witkoff nahmen Berichten zufolge an dem Gespräch teil. (Archivbild) © Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa

Das Gespräch habe sich auf einen Weg für ein Abkommen fokussiert, schrieb die Zeitung. Das Nachrichtenportal „Axios“ zitierte einen US-Beamten und eine regionale Quelle mit denselben Informationen zu den Teilnehmern des Treffens. Trump stellte vor Reportern ein weiteres baldiges Treffen in Aussicht, nannte aber keine Details.

Vor der UN-Generalversammlung hatte es Spekulationen gegeben, ob Trump selbst womöglich Irans Präsident Massud Peseschkian, der auch in New York sprechen soll, treffen würde. Die US-Regierung hatte sich dazu aber nicht konkret geäußert.

Iran: Gespräch fand auf US-Bitte statt

Iranische Staatsmedien bestätigten das Gespräch mit US-Vertretern und hoben hervor, dass es auf Bitte Witkoffs stattgefunden habe. Den USA seien von den iranischen Vertretern, unter anderem Araghtschi, die Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus mitgeteilt worden. Dazu zählten die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade vor der iranischen Küste, die Auszahlung aller eingefrorener iranischen Vermögenswerte sowie die Beendigung des Kriegs an allen Fronten, wie der Staatssender Irib berichtete.

Darüber hinaus reagierte der iranische Generalstab der Streitkräfte auf Trumps Rede vor den UN. Die „feindseligen Äußerungen und Drohungen“ des US-Präsidenten gegen den Iran seien lediglich ein „Instrument der innenpolitischen Propaganda“ und basierten nicht auf Fakten vor Ort, hieß es in einer in Staatsmedien veröffentlichten Mitteilung. Man sei zu noch härteren Schlägen bereit. Peseschkian werde bei der Generaldebatte am Mittwoch die Botschaft des Irans verkünden.

Zuletzt wenig Bewegung im Iran-Krieg

Die Fronten im Iran-Krieg gelten als verhärtet. Teheran signalisierte zuletzt aber Bereitschaft zur Beendigung des Kriegs mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens. Das hatte allerdings nicht zu einer Lösung des Konflikts geführt - und zerfiel angesichts fortdauernder Spannungen schnell in sich zusammen. Zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran ist aktuell die Kontrolle um die für den internationalen Ölhandel wichtige Straße von Hormus.

Trump drohte Iran bei UN auf offener Bühne mit „Hölle“

Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen hatte Trump eine weitreichende Entscheidung in Aussicht gestellt: Option eins sei ein Abkommen, das es dem Iran erlaube, zu großer wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden. Der andere Weg sei die Vernichtung der Islamischen Republik, um ihnen „niemals wieder die Chance zu geben, Menschen zu töten und Länder zu zerstören“.

Wähle der Iran den Krieg, lande die Republik in der „Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Größe oder nachfolgende Generationen“, sagte Trump.

Als er vor Reportern Stunden später über das Treffen seiner Unterhändler mit dem Iran informierte, erneuerte Trump zudem eine im Verlauf des Kriegs häufiger vorgebrachte Drohung: Möglicherweise müssten die USA eine weitere mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran angreifen, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt sei. Man sehe an dem Standort im Zentrum des Landes nicht viele Aktivitäten, aber falls sich das ändere, würden die USA sofort handeln.

Gleichzeitig war der US-Präsident erneut bemüht zu versichern, dass ein Ende des Krieges absehbar sei. Man gehe davon aus, dass der Konflikt direkt nach den wichtigen Zwischenwahlen zum US-Parlament Anfang November ende - vielleicht auch davor, sagte er. Der in den USA unpopuläre Iran-Krieg und seine Folgen belasten Trump und seine Republikaner aktuell im Wahlkampf.

Fast sieben Monate Iran-Krieg

Der Iran-Krieg dauert inzwischen seit fast sieben Monaten an und hat auch die Golfstaaten erfasst. Mehrere beherbergen US-Militärstützpunkte und waren selbst von iranischen Angriffen und den Folgen des Kriegs betroffen. Die USA begründeten ihre Angriffe seit dem 28. Februar damit, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dürfe. Trump wollte den Krieg eigentlich auf wenige Wochen begrenzen, doch der Konflikt zieht sich seither. Zeitweise hatte es eine Waffenruhe gegeben, die aber immer wieder gebrochen worden war.

Zusätzlichen Druck erzeugt die Eskalation im Jemen. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat vor gut einer Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemen eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien sucht derzeit nach Unterstützern im Kampf gegen die Miliz. Unter anderem die „New York Times“ berichtete, Trump habe Saudi-Arabien im Kampf gegen die Miliz unterstützen wollen, das Vorhaben dann aber kurzfristig wieder abgesagt. dpa

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