18 Fußgruppen, Wagen und Musikkapellen beteiligten sich am Umzug zum Auftakt der traditionsreichen Dorfkirmes in Hülzweiler. Wir waren mittendrin.
Hülzweiler · 18 Fußgruppen, Wagen und Musikkapellen beteiligten sich am Umzug zum Auftakt der traditionsreichen Dorfkirmes in Hülzweiler. Wir waren mittendrin.
11.08.2026 , 17:00 Uhr
Die zahlreichen Besucher freuten sich am Samstagabend zum Auftakt der Hülzweiler Kirmes auf vielfältige Beiträge zum Umzug.
Foto: Oliver MorguetBunt und lebendig startete am Samstagabend die Hülzweiler Kirmes. 18 Fußgruppen, Wagen und Musikkapellen beteiligten sich am Umzug zum Auftakt der traditionsreichen Dorfkirmes, die auf eine über 500-jährige Geschichte zurückblickt. An der Hauptbühne verfolgten nicht nur Hunderte Besucher das Spektakel, Moderator Toni Caramazza lieferte auch interessante Hintergrundinformationen über die Teilnehmer.
Angeführt wurde der Umzug traditionell vom Verein der Musikfreunde, gefolgt von den Schaustellern. Prominent besetzt war der historische Straßenbahnwagen der Interessengemeinschaft (IG) Rosenmontagszug. Caramazza begrüßte das „Bordpersonal“ mit Schwalbachs Bürgermeister Markus Weber, den drei Ortsvorstehern Sascha Hoen (Hülzweiler), Bernd Schweitzer (Schwalbach) und Christel Albert (Elm) sowie den IG-Vorsitzenden Peter Wilhelm.
„Ja, jetzt haben wir die Schwalbacher doch hier im Ort“, kommentierte Caramazza mit einem Augenzwinkern, „wir haben alles probiert und die Saarwellinger Straße bis Schwalbach gesperrt, hatte keinen Wert: Sie sind über Ensdorf gekommen, und jetzt zeigen wir denen mal, wie hier in Hülzweiler gefeiert wird.“ Das Chorwerk hatte sich für seinen Beitrag das Motto „Hannes im Bier-Garten“ ausgesucht: paradiesische Zeiten angesichts von Bäumen, an denen statt Äpfeln Bierflaschen wachsen, und von Blumen, die auf der Wiese in Humpen gedeihen.
Riesen-Umzug zur Hülzweiler Kirmes – Menschen feiern im gesamten Ort
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Die weiteren Teilnehmer: der Pool-Billiard-Club Hülzweiler, der Fanfarenzug Ensdorf in Spielgemeinschaft mit den „Hesebachern“ aus Saarwellingen, der Sportverein Hülzweiler, der Turnverein Hülzweiler und der Kirwenbaddisclub aus Schwarzenholz, für dessen Teilnahme Caramazza ihnen einen Gegenbesuch bei deren Kirmes vom 22. bis 25. August versprach.
Dann wurde es wieder musikalisch: Das Percussion-Ensemble „Samba o’Leck“ sorgte mit afro-brasilianischen Rhythmen auf verschiedenen Trommeln für einen Hauch von „Karneval in Salvador de Bahia“ in Hülzweilers Straßen. Die Kirmes in weit entfernte Galaxien verlegte die Dorfgemeinschaft Hülzweiler mit ihrem Beitrag, der aus einem Wagen und Fußgruppen bestand. Die Volksbühne Hülzweiler rührte die Werbetrommel für ihr aktuelles Stück „Grannys Gras“ (die SZ berichtete). Ein Höhepunkt war der Auftritt der Pfarrmusik Olang aus Südtirol in ihren farbenfrohen Uniformen.
Der Angelsportverein (Ping-Pong – Fisch gefong) und der Karnevalsverein „Die Bollen“ (30 Jahre Jugendzeltlager) bildeten die letzten beiden Umzugsteilnehmer vor dem abschließenden Kirwenhannes, der in diesem Jahr wieder vom Kirmeskomitee in einem roten, amerikanischen Cabrio zur Hauptbühne chauffiert wurde. Nach der offiziellen Eröffnung der Kirw gab Ortsvorsteher Hoen den Gewinner des Johannes-Knoll-Preises bekannt. Für den originellsten Umzugsbeitrag wurde die Dorfgemeinschaft mit einer Grillparty für 15 Personen belohnt. (skm/sil)