Eine Jury in Chicago spricht der Familie eines Boeing-Opfers 29 Millionen Dollar zu. Der Fall zählt zu den letzten offenen Verfahren.
Eine Jury in Chicago spricht der Familie eines Boeing-Opfers 29 Millionen Dollar zu. Der Fall zählt zu den letzten offenen Verfahren.
Eine Jury in Chicago hat der Familie eines Opfers des Absturzes von Ethiopian-Airlines-Flug ET302 eine Entschädigung von 29 Millionen US-Dollar zugesprochen. Der Ire Michael „Mick“ Ryan, Mitarbeiter des UN-Welternährungsprogramms, starb bei dem Unglück im März 2019.
Ryan war an Bord einer Boeing 737 Max 8, die kurz nach dem Start in Addis Abeba abstürzte. Seine Witwe Naoise Connolly Ryan hatte Boeing verklagt und sich gegen eine außergerichtliche Einigung entschieden. Nun entschied die Jury in Chicago zugunsten der Familie.
Der Fall gehört zu den letzten noch offenen Zivilverfahren im Zusammenhang mit den beiden Abstürzen der Boeing 737 Max in Indonesien und Äthiopien. Bei den Unglücken kamen 2018 und 2019 insgesamt 346 Menschen ums Leben.
Erst im Mai hatte eine Jury in Chicago der Familie der ebenfalls bei Flug ET302 getöteten US-Amerikanerin Samya Stumo eine Entschädigung von 49,5 Millionen Dollar zugesprochen.
Boeing hat sich für die beiden Abstürze entschuldigt und eingeräumt, dass das Flugsteuerungssystem MCAS bei beiden Unglücken eine Rolle spielte.