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Rekordinvestition in Neresheim: Härtsfeldschule wird zum Megaprojekt

Дата публикации: 23-07-2026 18:00:00

Vom undichten Dach zur Generalsanierung: Wie die Härtsfeldschule zur Visitenkarte der Stadt werden soll – und was noch vor Schülern und Lehrern liegt.

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Stand: 23.07.2026, 20:00 Uhr

Von: Ulrike Schneider

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Die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau der Härtsfeldschule gehen zügig voran. Teile der Wände sind bereits gemauert, als noch der "Spatenstich" gefeiert wird.

Die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau der Härtsfeldschule gehen zügig voran. Teile der Wände sind bereits gemauert, als noch der "Spatenstich" gefeiert wird. © Ulrike Schneider

Vom undichten Dach zur Generalsanierung: Wie die Härtsfeldschule zur Visitenkarte der Stadt werden soll – und was noch vor Schülern und Lehrern liegt.

Neresheim. Der Sand fliegt durch die Luft. Bürgermeister Thomas Häfele, Gemeinderäte, Planer und Vertreter der Baufirmen werfen ihn mit ihren Spaten weit nach vorn. Hinter ihnen wachsen die Mauern des Erweiterungsbaus der Härtsfeldschule allerdings längst in die Höhe. Der erste Spatenstich kommt also eigentlich zu spät – und markiert trotzdem einen wichtigen Meilenstein für die rund 15 Millionen Euro teure Generalsanierung und Erweiterung der Schule.

Zahlen und Fakten

15 Millionen Euro für die Schule: Die Generalsanierung und Erweiterung der Härtsfeldschule ist mit rund 15 Millionen Euro eines der größten Bauprojekte der Stadt Neresheim.

Vier Bauabschnitte bis 2030: Bis zum Abschluss der Arbeiten wird die Schule Schritt für Schritt modernisiert. Die Maßnahmen reichen von der Dachsanierung über den Erweiterungsbau bis zur Fassaden- und Innensanierung.

Acht neue Klassenzimmer: Im Erweiterungsbau entstehen acht zusätzliche Klassenzimmer. Insgesamt umfasst die Schule künftig 34 Klassenräume und elf Fachklassenräume sowie Räume für Ganztagsbetreuung und Inklusion.

Start mit dem Dach: Die erste dringende Maßnahme war die Sanierung des Dachs im Jahr 2025. Die Kosten dafür lagen bei rund 250.000 Euro.

Zuschüsse helfen bei der Finanzierung: Die Stadt erhält Unterstützung aus Förderprogrammen. Eine erste Zusage aus dem Ausgleichsstock liegt bei 1,6 Millionen Euro vor. Weitere 450.000 Euro werden erwartet.

Fertigstellung 2030: Nach dem Neubau folgen Fassadensanierung und Innenausbau. Der Abschluss des gesamten Projekts ist für 2030 vorgesehen.

Bürgermeister Thomas Häfele nimmt den symbolischen ersten Spatenstich mit Humor: „Eigentlich könnten wir fast das Richtfest feiern, denn die Baufirma ist sehr schnell unterwegs“, sagt er. Gleichzeitig bezeichnet er den Tag als einen „ganz besonderen“. Die Generalsanierung mit der Erweiterung der Härtsfeldschule sei eines der größten Bauprojekte der vergangenen Jahre in Neresheim.

Erste Sanierungsmaßnahmen bereits umgesetzt

Häfele erinnert daran, dass bereits im Sommer 2025 mit einer ersten, besonders dringenden Maßnahme begonnen worden ist: Damals wurde das undichte Dach saniert. Trotz ohne Zusage von Fördermitteln. Im nun laufenden zweiten Bauabschnitt wird die Härtsfeldschule um acht Klassenzimmer erweitert.

Zeitplan und nächste Bauabschnitte

An die Spaten - und los. Mit vereinten Kräften wird der Bau von neuen Klassenzimmern für die Neresheimer Härtsfeldschule gefeiert.

An die Spaten - und los. Mit vereinten Kräften wird der Bau von neuen Klassenzimmern für die Neresheimer Härtsfeldschule gefeiert. © Ulrike Schneider

Der Schultes belässt es aber nicht bei einem Blick auf den aktuellen Baufortschritt. Er skizziert auch die nächsten Schritte: Sobald der Neubau fertiggestellt ist, soll der Unterricht in die neuen Klassenzimmer umziehen. Anschließend könne dann der Altbau Flügel für Flügel saniert werden.

Herausforderungen und Fördermittel

Dabei spricht der Bürgermeister auch die für die finanzschwache Stadt enorme Investition an: „15 Millionen Euro – die wir in unsere Zukunft und in die unserer Kinder investieren. Und das in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit.“ Möglich werde das Projekt jedoch nur, weil die Stadt auf verschiedene Förderprogramme zurückgreifen könne.

Unterstützung durch Land und Kreis

Häfele dankt in diesem Zusammenhang dem Land Baden-Württemberg und dem Ostalbkreis für die Unterstützung. Aus dem Ausgleichsstock habe die Stadt bereits eine erste „Tranche“ in Höhe von 1,6 Millionen Euro erhalten. Zudem gehe er davon aus, dass Neresheim mit weiteren 450.000 Euro rechnen könne.

Schule als Ort der Begegnung

Anschließend wird der Bürgermeister persönlicher. „Schule ist Leben und Begegnung“, sagt er. An die eigene Schulzeit erinnere man sich oft wegen der vielen wunderbaren Augenblicke. „Wir schaffen hier den Ort, an dem Kinder viel Zeit verbringen und hoffentlich auch solch schöne Momente erleben.“

Schule als Ort der Begegnung

Mit Blick zu Schulleiter Dr. Holger Fedyna sagt Häfele, das Kollegium leiste hervorragende Arbeit. „Es ist an der Zeit, dass in die Härtsfeldschule investiert wird und wir sie zur modernen digitalen Arena machen.“ Immerhin sei die Schule auch ein Aushängeschild für die gesamte Stadt.

Lesen Sie dazu auch: Härtsfeldschule: große Modernisierung bis 2030 mit Neubau beschlossen

Invest in Zukunft und Bildung

Holger Fedyna zollt Gemeinderat und Verwaltung großen Respekt. „Wir wissen, was diese Baumaßnahme bedeutet und welche finanzielle Herausforderung sie für die Kommune ist“, sagt der Schulleiter. Auch er spricht von einer Investition in die Zukunft und in die Bildung „unserer Kinder“. „Hier wird für die nächsten 50 Jahre gebaut.“ Für Neresheim sei das zugleich eine Investition in seine Funktion als Mittelzentrum der Region.

Architekt Christoph Baur zeigt anschließend wie Häfele auf, wie das Großprojekt weitergeht. "Im letzten Bauabschnitt rücken wir den Schülern und Lehrern auf den Leib", bittet er für die Belästigungen durch Lärm und Baustellenbetrieb um Verständnis. 2030 sei dann die Baumaßnahme komplett abgeschlossen.

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